Superspannende Rennen am Rennsonntag am Pannoniaring

Am Rennsonntag herrschten hervorragende Bedingungen, Sonnenschein und rund 25 Grad waren die äußerlichen Garanten für tolle Rennen der 6 historischen Rennserien beim 3. Rennwochenende des Histo Cup Austria.

Histo Cup Anhang K:

Rennen 1:

Der Berliner Rennstallbesitzer (DTM, Formel 3 und Formel BMW) Peter Mücke kam mit seinem wunderschönen Zakspeed Ford Capri RS 3100 in die Pusta und gewann das erste Rennen souverän vor dem Wiener Peter Eissner Eissenstein, Porsche 911 RSR und dem Evergreen Dieter Karl Anton, Ford Escort BDG. Auf der Strecke Vierter wurde Andi Fojtik, der allerdings wegen zu frühen Überholens nach der Safety Car Phase eine 30 Sekundenstrafe ausfasste. So wurde Stefan Fuhrmann Zweiter der 2-Liter Klasse vor Alexander Herzl, beide BMW.

Peter Mücke vor Dieter Karl Anton und Peter Eissner

Dasselbe Schicksal ereilte den furios fahrenden Roland Spazierer, Ford Capri RS 2600, der kurzzeitig Gesamtvierter war und dann auch wegen der Safety Car Phase und wegen überholen bei gelb eine Strafe ausfasste.

Sieger der 8 Zylinder Klasse wurde Georg Böhringer, Ford Mustang vor Peter Dubsky, Jaguar und Chrisitan Schallenberg, Ford Falcon.

Rennen 2:

Das zweite Rennen der Historischen sah den gleichen Sieger (Peter Mücke) und Verfolger (Peter Eissner Eissenstein und Dieter Karl Anton). Auch in der 2-Liter Klasse waren Stefan Fuhrmann und Andi Fojtik die platzierten hinter Dieter Karl Anton. Die 1600er Klasse entschied wieder Günther Kaltenbrunner, diesmal vor Thomas Lehner und Martin Aigner. Auch die kleine Klasse der 1000er sahen dieselben Sieger.

Histo Cup STW und Young Timer:

Zum ersten Mal gingen die Histo Cup STW Boliden und die Young Timer geteilt in zwei Kategorien – bis 2500ccm und über 2500ccm an den Start. Die Folge waren spannende Rennen, vor allem im Feld bis 2500ccm. Nicht so erfolgreich war die Zusammenlegung bei den großen Kubaturen, ist doch der technische Unterschied (von 1971 bis 2001) zu groß.

Rennen 1 bis 2500ccm:

Sieger wurde der Oberösterreicher Peter Entenfellner mit seinem Young Timer Lotus Elise vor Alexander Fojtik, STW Escort Cosworth und Bernhard Schmidbauer, STW Opel Kadett GTE (Zweiter bis 2500ccm).

Peter Entenfellner vor Bernhard Schmidbauer und Johann Retschitzegger

Die Klasse der Young Timer bis 2000ccm gewann Werner Zegini, Ford Focus vor Alexander Gumpenberger, Alfa 155 und Andreas Mairzedt, Honda Civic.

Die stark besetze Klasse der STW Fahrzeuge bis 2000ccm gewann Alex Fojtik vor Rudi Ziegler, Opel Kadett und Johann Retschitzegger, Audi 80 Coupé.

Michael Spazierer, Ford Escort 1600 Cosworth gewann die Klasse STW bis 1600ccm vor Michael Widmann, Alfasud Sprint.

Rennen 2 bis 2500ccm:

Das zweite Rennen gewann Alex Fojtik, der nach dem Ausfall von Peter Entenfellner einsam an der Spitze fuhr. Die 2-Liter Klasse der Young Timer gewann wieder Werner Zegini vor Alex Gumpenberger und Andreas Mairzedt.

heisser Kampf der 2-Liter Piloten: Norbert Müller vor Alex Fojtik und Alex Gumpenberger

Die 2,5-Liter STW Klasse gewann diesmal Karl Böhringer, Holbay Escort RS 2000 vor Bernhard Schmidbauer. Die 2-Liter Piloten lieferten sich ein tolles Rennen mit vielen Positionskämpfen. Sieger wurde Johann Retschitzegger, Audi vor den Alfa Buben Andi Wechselberger und Norbert Müller.

Das Ergebnis STW bis 2000ccm ist noch inoffiziell, da eine Nachuntersuchung des Fojtik Escorts aussteht.

Rennen 1 über 2500ccm:

Sieger der großen Young Timer Piloten wurde Markus Weege vor Herwig Duller und Martin Weber, alle BMW M3. Die Klasse über 3500ccm gewann Heinz Baier, Porsche 996 vor Gunther Hinterberger, Porsche 964RS und Hannes Huber Audi A4 Turbo.

Markus Weege vor Herwig Duller und Martin Weber

Die Young Timer 3000ccm gewann Norbert Lenzenweger vor Markus Fink und Michael Mahnholzer, alle BMW M3.

Sieger der STW über 4000ccm wurde Roger Bolliger, Pontiac Trans Am vor Udo Rienhoff, AC Cobra und Markus Bereuter, Chevrolet Corvette.

Udo Rienhoff im Young Timer Sandwich

Pech hatte Gerhard Jörg, der mit Ölproblemen w.o. geben musste. Die Klasse STW bis 4000ccm gewann der Tiroler Christian Schneider, Alfa GTV-6 vor Thomas Wöhr, VW Käfer Cup und Markus Heilmaier, Alfa GTV. Der BMW 320 Gruppe 5 von Michael Steffny musste leider wegen einem Querlenkerschaden in der Box bleiben.

Rennen 2 über 2500ccm:

Drunter und drüber ging es im zweiten Rennen der großen Renntourenwagen. Zuerst drehte sich Herwig Duller von der Strecke, dann musste Markus Weege w.o. geben. Sieger auf der Strecke wurde Martin Weber, der allerdings wegen Überholen unter gelb eine Zeitstrafe, genauso wie Herwig Duller ausfasste.

Sieger des Rennens wurde somit Heinz Baier, Porsche 996 vor Norbert Lenzenweger, BMW M3 und Martin Weber, der sich mit dem Sieg der Klasse bis 3500ccm vor René Terlep und Herwig Duller trösten konnte. Die 3-Liter Klasse gewann wieder Norbert Lenzenweger vor Markus Fink und Michael Bahnholzer. Nicht ganz sportlich war die Aktion von Johann Brisker, der den STW Piloten Roger Bolliger aus dem Rennen riss.

Sieger der großen STW Piloten wurde daher Udo Rienhoff vor Markus Bereuter und Roger Bolliger. Die Klasse bis 4000ccm gewann diesmal Thomas Wöhr vor Christian Schneider.

Formel Historic:

Rennen 1:

Das erste Formelrennen gewann Robert Stefan, March Super Vau vor Roland Wiltschegg, Ralt F3 und Franz Guggemos, ebenfalls Ralt F3.

Robert Stefan im March Super Vau fürht das Feld der Formel Historic an

Die Formel Ford Kategorie gewann Walter Skopik vor Manfred Schneider, beide Van Diemen FF1600 und Winfried Kallinger, Merlyn FF1600.

Rennen 2:

Nach dem schnellen Ausfall von Robert Stefan (Gasseilriss) gewann das zweite Rennen Roland Wiltschegg vor Franz Guggemos und einem furios fahrenden Manfred Schneider, der damit auch die Kategorie der FF1600 gewinnen konnte.

Die ältere Kategorie der Formel Ford gewann Winfried Kallinger vor Richard Grafinger, Lotus 51 und Christian Zauner, Elden.

BMW 325 Challenge:

Extrem spannend wieder die Reiter der BMW Challenge.

Rennen 1:

Das erste Rennen musste gleich nach der zweiten Runde abgebrochen werden, weil in der Gruppe N eine Kollision passierte und die Strecke in der ersten Kurve gereinigt werden musste. Nach dem Restart sahen die Fans zuerst einen packenden Kampf zwischen Dietmar Lackinger und Georg Steffny, ehe dem jungen Salzburger der 3. Gang brach und auf den 5. Platz zurück fiel. Zweiter wurde daher Stefan Fuhrmann vor Matthias Stepanek.

Dietmar Lackinger – Georg Steffny – Stefan Fuhrmann – Dominik Lenzenweger

Toller Sieger der Gruppe N wurde Sascha Halek vor dem Ungarn Tamas Kovacs und Patrick Stimmeder. Die drei Fahrzeuge wurden nachher eingehend untersucht, es wurde die Nockenwelle und das Steuergerät gemessen und zerlegt. Alle drei Fahrzeuge waren Regelkonform!

Sieger Rennen 1: Sascha Halek – Sieger Rennen 2: Tamas Kovac

Rennen 2:

Stefan Fuhrmann ging vorerst in Führung, gefolgt von Matthias Stepanek, Dietmar Lackinger und Georg Steffny. Dominik Lenzenweger riss sich leider die Ölwanne auf und musste das Quintett an der Spitze vorzeitig verlassen. Wieder eine Kollision in der Gruppe N, Thomas Diesmayr und Petr Czvik gerieten aneinander und strandeten in der ultraschnellen Zielkurve. Safety Car Phase. Danach ging der Vierkampf in der Gruppe A weiter, Dietmar Lackinger gewann, wieder vor Stefan Fuhrmann und im Fotofinish Matthias Stepanek und Georg Steffny. Die Gruppe N gewinnt der schnelle Ungar Tamas Kovacs vor Christian Walleit und Heribert Haimerl und Manfred Zaunbauer. Toll geschlagen hat sich auch Karl Wagner, der Carbo Tech Boss brachte den „Drexler-VIP BMW“ auf den sechsten Platz. Pech hatten Patrick Stimmeder (Getriebe) und Sascha Halek (gebrochene Auspuffhalterung).

Ein tolles, ereignisreiches und sehr schönes Rennwochenende ging pünktlich um 17.30 Uhr zu Ende.

Weiter geht es in Hockenheim. Vom 17. Bis 19, Juni heißt es wieder „Gentlemen start your Engines“.