Histo Cup Austria – Hockenheim

Der Histo Cup absolvierte in Hockenheim bereits das vierte Saisonrennen. Die Wetterprognosen waren eher schlecht, doch es sollte anders kommen. Der prognostizierte Regen kam in der Nacht zum Samstag und endete in den frühen Morgenstunden. Bei herrlichem Wetter fanden die ersten Rennen der Historischen, der Young Timer und der BMW Challenge statt.

Histo Cup Rennen 1

Gleich bei der Startaufstellung gab es eine große Aufregung, Roger Bolliger rollte seinen Pontiac Trans AM zur Seite, das Feld startete ohne dem sympathischen Schweizer.

Paul Singer vor Christian Nowak und Hubert Färber

Vorne zog Paul Singer mit seinem Porsche 935 auf und davon, gefolgt von Christian Nowak, AC Cobra und Hubert Färber, der dem STW Mustang ordentlich die Sporen gab. In der ersten Runde kam Michael Steffny mit dem BMW 320 Gruppe 5 in die Box, Elektrikprobleme waren die Ursache. Danach jagte er dem Feld hinterher.

Histo Cup Anhang K:

Sieger wurde Paul Singer vor Michael Erlich, De Tomaso Pantera und Manfred Sommer, Porsche 911RSR. Die Klasse bis 2 Liter holte sich Dieter Karl Anton, Ford Escort BDG vor Hans Schmied, Opel Kadett und Dieter Dörmann, Ford Escort BDA. Glück für den Wiener Opelpiloten, denn Dörmann überholte unter gelb und bekam eine 30 Sekundenstrafe aufgebrummt. Die Klasse bis 1600ccm gewann Das Team Krauss-Kugelmann vor Volker Buurmann und Jürgen Ludwig. Die Klasse bis 1300ccm holte sich der Trabifahrer Steffen Großmann vor dem Tschechen Zdenek Sekyrka, Skoda 130RS.

Histo Cup STW:

Sieger der STW´s wurde Christian Nowak, AC Cobra vor Hubert Färber, Ford Mustang und Toni Stoiber, Porsche 911RS. Dritter der Klasse über 4000ccm wurde Markus Bereuter mit seiner Chevy Corvette. Die Klasse bis 4 Liter holte sich Toni Stoiber vor Christian Neunemann, beide Porsche 911RS und Michael Steffny, BMW 320 Gruppe 5, der nach dem Boxenstopp und trotz Zündproblemen eine Aufholjagd bis ins Mittelfeld schaffte.

Big Bänger – Hubert Färber – Ford Mustang XXXL

Die Klasse bis 2500ccm gewann Robert Edenhofer, BMW 2002-16V vor Bernhard Schmidbauer, Opel Kadett GTE-16V und Herbert Schlauch, BMW 320-6. Sieger der 2 Liter Klasse wurde der Wiener Alexander Fojtik, Ford Escort RS 2000 Cosworth vor Johann Retschitzegger, Audi 80 Coupé und Rudolf Ziegler, Opel Kadett GTE. Sieger der Klasse bis 1600ccm wurde Michael Widmann, Alfasud Sprint.

Young Timer Rennen 1

Die Young Timer gingen gemeinsam mit der BMW Challenge an den Start. Zuerst das Feld der Young Timer und mit 30 Sekunden Verzögerung das Feld der Challenge.

Young Timer:

Diesmal hatte der Wiener Zahnarzt Jo Piribauer die BMW Buben im Griff. Er gewann mit seinem Porsche 996 vor Herwig Duller und Markus Weege, beide BMW M3.

Young Timer Sieger – Jo Piribauer – Porsche 996

Zweiter der Klasse über 3500ccm wurde Markus Neuhofer, Porsche 996 und Roland Luger, Opel Omega. Dritter der Klasse bis 3500ccm wurde hinter Duller und Weege der Oberösterreicher Sebastian Langoth, Ford Escort Cosworth. Sieger der Klasse bis 3000ccm wurde Norbert Lenzenweger vor Markus Fink, beide BMW M3 und Herbert Bürgmayr, Alfa 75 3.0.

Mike Wehrli – BMW 320 E 46

Die Klasse bis 2 Liter holte sich der Schweizer Mike Wehrli, BMW 320 vor Alexander Gumpenberger, Alfa 155 und Alexander Schiessling, dem in der Auslaufrunde das linke Vorderrad weggebrochen ist. Welch ein Glück im Unglück!

BMW 325 Challenge

Mit Spannung wurde wieder das Rennen der Challenge-Reiter erwartet. An der Spitze sahen die Fans einen tollen Zweikampf zwischen dem jungen Salzburger Georg Steffny und dem Routinier Dietmar Lackinger. Die Führung wechselte mehrmals, letztlich gewann Steffny vor Lackinger und Matthias Stepanek, der sich zusammen mit Franz Grassl den Zweikampf aus nächster Nähe beobachtete.

Georg Steffny vor Dietmar Lackinger und Matthias Stepanek

Die Gruppe N war eine klare Sache für Harald „Nippel“ Grohs, der das Drechsler VIP Car pilotierte. Zweiter wurde der Oberösterreicher Patrick Stimmeder vor dem Münchner Christian Walleit und Sascha Halek.

Sieger Gruppe N – Harald Grohs

Formel Historic Rennen 1

Gestärkt durch einige Gaststarter aus Deutschland war für die Formel Historic ein Start in Hockenheim möglich. Roland Wiltschegg war der letzte Formel 3 Pilot der das Training unbeschadet „überlebte“. Gottfried Kult, Franz Guggemos und BrunoHuber mussten bereits nach dem Qualifying w.o. geben. So gewann Witschegg sicher vor dem Briten Matthew Dean, Reynard FF und Robert Stefan, Kaimann Super Vau. Da es ab der 5. Runde zu regnen begann, wurde das Rennen hinter dem Safety Car beendet.

Hinter Wiltschegg wurde der Wiener Karl Neumayer, Huelin FF 2000 Zweiter der Klasse Formel 3 / FF 2000 vor dem Deutschen Bernhard Hübel, Schiesser FF2000. Zweiter der Super Vau Klasse wurde hinter Robert Stefan der Deutsche Fred Hoenle. Die Klasse der jüngeren Formel Ford 1600 gewann Matthew Dean, Reynard vor dem Niederländer Roel Mulder, PRS und Oke Leuber, Van Diemen. Die ältere klasse der Ford Piloten gewann wieder einmal Winfried Kallinger, Merlyn vor Richard Grafinger, Lotus und Rainer Schrems, PRS.

2. Renntag, Sonntag 19. Juni 2011

Nach der Siegerehrung am Samstag Abend gab es wieder einmal die im Histo Cup traditionellen,sehr gemütlichen Feierlichkeiten im Fahrerlager.

Histo Cup Rennen 2

Pünktlich um 10 Uhr 40 hieß es „Gentlemen start your Engines“.

Gesamtsieger wurde diesmal Sebastian Sommer, Porsche 911 RSR vor Gabriel Geissler, BMW M1 und Markus Bereuter, Chevrolet Corvette. Nicht am Start war Hubert Färber. Anfangs führte noch der Porsche 935 von Paul Singer, doch dieser bekam technische Probleme und musste die Box ansteuern.

Histo Cup Anhang K:

Hinter dem Sieger, Sommer und Gabriel Geissler wurde der Niederösterreicher Dietr Karl Anton, Ford Escort BDG Gesamtdritter der Anhang K Piloten und gewann damit auch die 2 Liter Klasse vor Dieter Dörmann, Ford Escort BDA und dem Wiener Hans Schmied, Opel Kadett GTE. Das Podest der 4 Liter Piloten komplettierte der Deutsche Max Schell, Porsche 911ST. Die Klasse bis 1600ccm gewann Jürgen Ludwig vor Rochus Krauss, beide Alfa Romeo GTA. Sieger der Klasse bis 1300ccm wurde der Tscheche Zdenek Sekyrka, Skoda 130RS vor Steffen Großmann, Trabant 601. Die große Klasse über 4000ccm entschied der Deutsche Gerhard Witzany, Ford Mustang für sich.

Histo Cup STW:

Sieger der STW´s wurde Markus Bereuter, Chevrolet Corvette vor Robert Edenhofer, BMW 2002-16V und Alexander Fojtik, Ford Escort RS 2000-16V. Michael Steffny konnte von Platz 24 letztlich doch noch auf den fünften Gesamtrang fahren, dennoch lief der Gruppe 5 teilweise nur auf fünf Zylindern, das sollte aber dann für Salzburg aussortiert sein.

Die Klasse bis 1600ccm gewann Michael Widmann, Alfasud Sprint. Sieger der Klasse bis 2000ccm wurde Alexander Fojtik vor Johann Retschitzegger, Audi 80 Coupé und Guido Kiesselbach, BMW 2002-16V. Die Klasse bis 250ccm gewann Robert Edenhofer vor Bernhard Schmidbauer, BMW 2002-16V und Herbert Schlauch, BMW 320-6. Die 4-Liter Klasse gewann der Deutsche Christian Neunemann, Porsche 911RS vor Michael Steffny und Thomas Wöhr, VW Käfer Cup.

Hinter dem Gesamtsieger Markus Bereuter platzierte sich Udo Rienhoff, AC Cobra als Zweiter der Klasse über 4000ccm vor Gerhard Jörg, Pontiac Firebird.

Young Timer Rennen 1

Die Young Timer gingen wieder gemeinsam mit der BMW Challenge an den Start. Reifenpoker war angesagt, fast alle Teams montierten noch schnell die Regenreifen. Gegen Mitte des Rennens trocknete es auf, doch die Regenreifen hielten bis zum Schluss und waren daher die bessere Wahl.

Young Timer:

Diesmal gewann der Kärntner Herwig Duller, BMW M3 E36 vor Markus Weege, BMW M3 E46 und Roland Luger, Opel Omega.

Sieger der Klasse bis 2000ccm wurde der Oberösterreicher Alexander Gumpenberger, Alfa Romeo 155 vor dem Schweizer Mike Wehrli, BMW 320 und Christian Obermaier, Opel Astra. Besondere Freude hatte der Südtiroler Luis Mair, der mit seinem VW Golf G60 die Klasse bis 3000ccm gewinnen konnte, nachdem sich der Favorit Norbert Lenzenweger in der Sachskurve gedreht hatte. Zweiter wurde Herbert Bürgmayr, Alfa 75 vor Markus Fink, BMW M3 E30. Dritter i der Klasse bis 3500ccm wurde hinter dem Tagessieger Duller und dem Zweiten Weege der Oberösterreicher Sebastian Langoth, Ford Escort Cosworth. Die große Klasse über 3500ccm gewann Roland Luger vor Jo Piribauer und Markus Neuhofer, beide Porsche 996.

BMW 325 Challenge

Für Top Spannung sorgen wieder die BMW-Boys. An der Spitze sahen die Fans einen tollen Zweikampf zwischen dem jungen Salzburger Georg Steffny und dem Routinier Dietmar Lackinger, ehe sich dieser verbremste und auch noch Franz Grassl durchlassen musste. Danach ein packender Zweikampf zwischen Steffny und Grassl ehe dieser tolle Kampf in der letzten Runde durch den überrundenden Roland Luger entschieden wurde. Luger touchierte zuerst Grassl und danach den vor ihm fahrenden Steffny, dieser flog böse ab in die Leitplanken. Dem jungen Salzburger ist zum Glück nicht viel passiert, das Auto ist ein Totalschaden. Die völlig unnötige Aktion, Luger war in seinem Rennen nicht unter Druck, wird noch sportrechtliche Konsequenzen haben, die Meldung an die Sportbehörde erfolgte durch den Histo Cup Rennleiter Rainer Werner. Sieger wurde dadurch Dietmar Lackinger vor Franz Grassl, der sein Auto gerade noch über die Ziellinie schleppte und Matthias Stepanek. Steffny wurde trotz des Unfalles noch als Vierter gewertet und drehte die schnellste Rennrunde. Für Salzburg muss nun ein neues Auto aufgebaut werden.

Die Gruppe N gewann ein hervorragend fahrender Sascha Halek vor dem Ungarn Tamas Kovacs und Patrick Stimmeder. Harald Grohs und Christian Walleit blieben auf Trockenreifen und wurde vorerst durchs Feld gereicht. „Nippel“ Grohs schaffte dann bei auftrocknender Piste doch noch den vierten Rang vor dem Schweizer Marco Hürbin.

Formel Historic Rennen 2

Das Rennen der Formel Historic war bei Redaktionsschluss noch im Gange, das Ergebnis wird nachgereicht.