Bericht Drivestyle Saisonopening am Red Bull Ring

Liebe Motorsportfreunde!

Ein Motorsportfest der Superlative feierte der Histo-Cup am Wochenende von 12. und 13. April am Red Bull Ring: Beim Drivestyle Saisonopening, dem ersten von insgesamt acht Rennwochenenden der Saison 2014, gaben knapp 300 Fahrzeuge in sechs Serien Vollgas – und bewiesen wieder einmal, welche Anziehungskraft der Histo-Cup in seiner bereits 17. Saison ausübt. Rund drei Monate vor dem Comeback der Formel 1 fanden tausende Zuschauer auf die Grand Prix Strecke in Spielberg, die sich vor allem im Bereich der neuen Haupttribüne bei Start-Ziel mit völlig neuem Gesicht präsentierte. Ob historische Tourenwagen, Formel-Boliden, Young-Timer oder die Gleichmäßigkeits-Künstler der Classica Trophy – die versammelte Histo-Cup-Fahrergemeinschaft zeigte extrem spannende Rennen.

1. Rennberichte vom Saisonopening am Red Bull Ring:

Formel Historic:

Rennen 1: Mit gemischten Gefühlen gingen die Cracks der Formelfahrzeuge auf die Strecke, leichter Regen machte die Reifenwahl sehr schwer. Am Anfang war die Strecke noch feucht und extrem rutschig. Sebastian Koppenwallner kam mit den Bedingungen sehr gut zurecht und gewann das erste Rennen mit seinem Chevron B16 vor dem Schweizer Bruno Huber, Argo Formel 3 und Gerd Reinprecht, Martini Formel 3. Schnellster Formel Ford Pilot wurde der Schwede Peter Sikström vor Rainer Schrems und Ewald Lokaj. Die Klasse der Sports 2000 entschied der Wiener George Komaretho, Robinson für sich, zweiter wurde Georg Böhringer, March und Markus Deutsch, Lola. Die Formel Libre gewinnt der Oberösterreicher Markus Haider, Tiger Super Seven.

 

Rennen 2: Gleich beim Start zum zweiten Rennen touchierte August Deutsch mit seinem Porsche Sportwagen mit Rainer Schrems, beide fielen aus. Sieger des Rennens wurde Robert Stefan, Dallara Formel 3 vor Bruno Huber, Argo Formel 3 und Paul Koppenwallner, Chevron B16. Schnellster Formel Ford Pilot war wieder der Schwede Peter Sikström, diesmal vor Ewald Lokaj und Friedrich Hofbauer. Die Sports 2000 Wertung holt sich Markus Deutsch vor Georg Komaretho und Georg Böhringer.

Histo Cup bis 2500ccm:

Rennen 1: Ein spannendes Duell gab es um den Sieg der „kleineren“ historischen Tourenwagen: Anfangs war Bernhard Schmidbauer, Opel Kadett GTE vor Dieter Karl Anton, Ford Escort BDA. Die Beiden lieferten sich ein atemberaubendes Duell, kurz vor dem Ende überholte Dieter Karl Anton und gewann „vorerst“ das Rennen. „Dunkle“ Wolken zogen jedoch auf, denn der schnelle Niederösterreicher hat Schmidbauer unter gelb überholt und bekam eine Zeitstrafe aufgebrummt. Schmidbauer gewinnt somit vor seinem Markenkollegen Albert Gallersdörfer und Stefan Fuhrmann, BMW 320-4. Die Klasse bis 1000ccm holt sich Thomas Kaiser vor Thomas Deutsch, Steyr Puch und Werner Fessl, Fiat Abarth 1000TC. Schnellster Pilot der 1600er Klasse wurde Jürgen Ludwig, Alfa Romeo GTA vor Hannes Schweiger, VW Golf und Thomas Kreiner, Alfasud Sprint, der in Führung liegend die Motorhaube verlor und kurz an die Box musste. Schnellster STW 2 Liter Pilot wurde Walter Spatt, VW Golf.

Rennen 2: Im zweiten Rennen schlugen die 2-Liter Piloten zurück. Dieter Karl Anton gewinnt vor Stefan Fuhrmann und Bernhard Schmidbauer. Thomas Kaiser holt sich mit seinem Mini Cooper auch den zweiten Sieg vor Thomas Deutsch und Christoph Karl, beide Steyr Puch. Bernhard Deutsch „kugelte“ mit seinem Puch ins Kiesbett, ein Rennen zum „abhaken“ für den oberösterreichischen Puch-Pabst. Die Klasse K bis 1600 gewinnt Thomas Kreiner vor Hannes Schweiger, Golf und Jürgen Ludwig, Alfa Romeo GTA. Die Klasse STW bis 1600ccm gewinnt Alexander Wechselberger vor „Altmeister“ Hans Fink, beide Alfasud Sprint. Die Klasse STW bis 2000ccm holt sich Andreas Wechselberger, Alfa Romeo GTV vor Herbert Möglin, BMW 2002 und Peter Pöschl, Ford Escort.

Histo Cup über 2500ccm:

Rennen 1: Mit Spannung wurde das Rennen der „großen“ Historischen erwartet und die Zuschauer wurden nicht enttäuscht. An der Spitze tobte ein packender Zweikampf der Hubraumgiganten Roger Bolliger, Pontiac Trans AM und Udo Rienhoff, AC Cobra. Rienhoff erkämpfte sich kurz vor dem Ende die Führung und musste dann dennoch w.o. geben, der Motor quittierte seinen Dienst. Somit gewann der Schweizer Roger Bolliger vor Markus Bereuter, Chevrolet Camaro und dem jungen Salzburger Georg Steffny, BMW 320 Gruppe 5, der sich mit Bereuter ebenfalls ein packendes Duell lieferte und die Klasse STW bis 4000ccm vor dem Tiroler Christian Schneider, Alfa GTV und Toni Stoiber, Porsche 911RS, gewinnt. Sieger der Klasse K bis 4000ccm wurde Frank Kawalek vor Franz Irxenmayr, beide Porsche 911RS und Andi Seiferth Ford Capri. Die Klasse K über 4000ccm holte sich Klaus Kunczycki vor dem Schweizer Max Hug und Balazs Schallenberg, Ford Falcon.

Rennen 2: Roger Bolliger nutze gleich am Anfang seine PS Übermacht und zog auf und davon. Dahinter tobte ein Zweikampf zwischen Bereuter und Steffny. Dem jungen Salzburger gelang es schließlich den übermächtigen V8-Amreikaner zu überholen und er konnte sich mit dem wendigeren BMW absetzen und sogar auf den Führenden aufschließen. Bolliger gewinnt knapp vor Steffny und 25 Sekunden dahinter Markus Bereuter. Hinter den beiden STW Amis platzierte sich Peter Hannak als Dritter der Klasse STW über 4000ccm. Hinter dem Sieger der Klasse bis 4000ccm, Georg Steffny, platzierten sich Christian Schneider, Alfa Romeo GTV-6 und Christian Neunemann, Porsche 911RS. Die Klasse K bis 4000ccm gewinnt diesmal Franz Irxenmayr vor Andi Seiferth, Ford Capri und dem Berliner Frank Kawalek. Die Klasse K über 4000ccm holt sich nochmals Klaus Kunczycki vor Max Hug und der Amerikanerin Amanda Hennessy, alle Chevrolet.

BMW 325 Challenge:

Rennen 1: Mit Spannung haben alle das erste Rennen der BMW-Boys erwartet und wurden auch nicht enttäuscht. 42 Piloten traten zum Kampf der Giganten an. Den besten Start erwischt der amtierende Meister Dietmar Lackinger gefolgt von Luca Rettenbacher, Jan Kasperlik und Georg Steffny. Zu dem Quartett schloss noch Michael Winkler, Geri Gaitzenauer und Max Speckmaier auf. Rettenbacher verabschiedete sich in der 5. Runde mit Getriebeschaden, Kasperlik kämpfte verbissen mit Steffny und Winkler, die er schließlich ziehen lassen musste. Winkler und Steffny lieferten sich einen beherzten Zweikampf, die letzte Runde wurde überwiegend „nebeneinander“ gefahren und der Salzburger Steffny konnte sich in der letzten Kurve am Niederösterreicher vorbeidrücken und wurde somit mit 18 Hundertstel Vorsprung Zweiter. Die Rookie Wertung holt sich der Deutsche Tim Meyer vor Jürgen Huber und dem Ungarn Richard Kovac. Die „Silberfuchs-Wertung (Piloten über 50 Jahre) holt sich Karlheinz Ruhrberg vor Josef Unterholzner und Hartwig Lichtenegger.

Rennen 2: Die umgedrehte Startaufstellung der ersten acht Positionen erhöhte die Spannung. Am besten weggekommen ist der Schweizer Mike Wehrli und Karlheinz Ruhrberg, gefolgt von Christian Walleit, der nun am Steuer des Teams Steffny/Walleit saß. Dahinter ging es voll zur Sache. Nach der Startkurve touchierte Dietmar Lackinger mit Michael Winkler und Jan Kasperlik, Winkler war in der Mitte und konnte sich nicht in Luft auflösen. Lackinger und Kasperlich flogen böse ab, jedoch unverletzt. Es folgte eine Safety Car Phase. Den Restart gewann der Wahl Salzburger Christian Walleit, der die Führung bis ins Ziel nicht mehr abgab. Zweiter wurde Josef Unterholzner gefolgt von Karlheinz Ruhrberg und dem jungen Max Speckmaier. Die Rookie Wertung holt sich diesmal Matthias Heinemann vor Richard Kovacs und Jürgen Huber.

Young Timer bis 2500ccm:

Rennen 1: Die Trennung hat auch bei den Young Timern viel Spannung gebracht. Das Rennen gewann Andreas Rehwald, BMW M3 vor Wolfgang Schachinger, Ford Sierra RS500 und Martin Tahedl, BMW 325i 2,7. Die Klasse bis 2500ccm holt sich Harald Damaschke vor Marco Hürbin und Markus Landlinger, alle BMW 325i. Schnellster 2-Liter Pilot war Franz Grassl, BMW 320IS vor Werner Zegini, Ford Focus und dem jungen Florian Stahl, BMW 318IS.
Die Wertung der „Tourenwagen Open“ (Fahrzeuge jünger als Baujahr 2001) holt sich Michael Zasche vor Philipp Kluckner, beide Mini Cooper und Thomas Dätwyler, Renault Clio.

Rennen 2: Abermals Sieger Andreas Rehwald vor Wolfgang Schachinger und  Martin Tahedl. Sieger der Klasse bis 2500ccm wurde wieder Harald Damaschke. Auch Franz Grassl konnte die Klasse bis 2000ccm nochmals gewinnen.
Michael Zasche konnte seinen Sieg in der Klasse Tourenwagen Open bis 3000ccm wiederholen, gefolgt von Philipp Kluckner und Thomas Dätwyler.

Young Timer über 2500ccm:

Rennen 1: Mit großer Spannung erwartete man das erste Rennen der „großen“ Young Timer und der großen Klasse der Tourenwagen Open. Wolfgang Triller gewinnt das Rennen vor Dennis Watt und Erich Hascher, alle Porsche 997. Schnellster Young Timer war Stephan Jocher vor Heinz Bayer, beide Porsche 996 und dem Deutschen Wolfgang Fischer, BMW M3 E36. Die große Klasse der Young Timer gewann Frank Riedel, Chevrolet Delago vor Gustav Engljähringer, Jaguar V8-Star und Gerd Gallner, Nissan. Hinter dem Sieger der Klasse bis 3500ccm platzierten sich Markus Fink, BMW M3 und Reinhard Reitberger, Ford Escort Cosworth.

Rennen 2: Identischer Ausgang des zweiten Rennens an der Spitze. Die TWO Piloten Triller vor Watt und Hascher gewinnen das Rennen. Schnellster Young Timer Pilot wurde Stephan Jocher vor Heinz Bayer und Wolfgang Fischer, der die Klasse bis 4000ccm vor Reinhard Reitberger, Ford Escort Cosworth und Norbert Lenzenweger, BMW M3 gewinnen konnte.

Classica Trophy:

Die sehr gut besetzte Trophy mit über 40 Teilnehmern Teams boten auch sein sehr schönes Bild am Red Bull Ring. Bernhard Zimmermann, Porsche 944 Cup holte sich die Solowertung vor Eric Skreiner, Triumph Stag, und Matthäus Russegger, Ford Escort. Die Teamwertung holten sich die routinierten Salzburger Herbert Margreiter / Connie Aistleitner, Alfa Romeo, vor Manfred Engl / Auguste Poller, Alfa Romeo Duetto und den Rookies Sabine und Joachim Hofstadler, Porsche 914.

Ein perfektes Rennwochenende ging pünktlich um 18.00 Uhr mit der letzten Siegerehrung zu Ende. Vielen Dank an die Rennleitung und an alle Helfer, die allesamt viel Arbeit mit der ersten Veranstaltung im Jahr hatten.

Die einzelnen Ergebnisse sind auf der Homepage www.kart-data.com.

2. Informationen für Brünn:

Von 25. bis 27. April ist der Histo Cup zu Gast auf der geliebten Rennstrecke von Brünn.

Nennungen:

bitte dringend noch nennen, Nennschluss ist am 18. April 2014. Nennungen sind ausschließlich online möglich.

Testen und freies Fahren:

Bereits am 25. April besteht ab 14.30 Uhr die Möglichkeit zum Testen. Die Testfahrten können vor Ort im Histo Point gebucht werden. Siehe dazu den Zeitplan.

Anreise / Bezug des Fahrerlagers:

Ab Donnerstagabend kann das Fahrerlager bezogen werden. Achtung: Das Tor ist ab 22.00 Uhr geschlossen. Freitag früh kann ab 08.00 Uhr in das Fahrerlager gefahren werden. Im Fahrerlager ist ausreichend Platz für alle Rennserien vorhanden, da wir der Veranstalter sind. Als Gastserie begrüßen wir DMV Tourenwagen Challenge und die Sportscar Challenge.

Bitte beachten, dass am Freitagvormittag noch eine andere Veranstaltung ist und einige Boxen erst um 14.30 Uhr bezogen werden können!

Boxen:

Sind bereits ausgebucht Jede Box hat ein WC und Dusche. Bei ein wenig Platzdisziplin passen 3 bis 4 Fahrzeuge hinein.