Mozartpreis Salzburgring – Bericht

Dieser Renntermin und das „Wiederbeleben“ des Mozartpreises war letztlich ein toller Erfolg. Vor drei Jahren der WTCC zum Opfer gefallen, haben wir uns heuer „kurzfristig“ entschlossen, nicht nur mit der BMW Challenge ein zweites Mal am Salzburgring zu starten, sondern wieder mit allen Histo Cup Serien nach Salzburg zu kommen. Die Kooperation und die sehr gute Zusammenarbeit mit den Veranstaltern des Gaisbergrennens – Salzbuger Rallye Club – hat dies erst möglich gemacht. Bereits am Donnerstag hatten wir in der Stadt Salzburg die Möglichkeit den Histo Cup zu präsentieren.

Am Samstag Vormittag waren nich die Rennboliden des Gaisbergrennens am Ring aktiv und pünktlich um 13. begann der Histo Cup mit den Trainings und Qualifyings.
Nach den spannenden Qualifyings am Samstag ging es am Sonntag bereits um 08.00 Uhr los mit den Rennen. Nach starken Regenfällen in der Nacht hatte sich das Wetter wieder beruhigt. Die Strecke war anfangs noch teilweise etwas feucht, was die Spannung noch ein wenig steigerte.

BMW 325 Challenge – Rennen 1:

Knalleffekt nach dem Qualifying, Polesetter Dietmar Lackinger und der zweite Jan Kasperlik werden wegen nicht korrektem Fahrwerk an der Vorderachse in die letzte Startreihe versetzt. Somit hatten Michael Winkler und Max Speckmaier die besten Karten. Den besten Start allerdings erwischte Geri Gaitzenauer der sich an die Spitze setzte und die ersten fünf Runden die Führung hielt. Dahinter ein atemberaubender Kampf um die Positionen. Der Salzburger Georg Steffny kämpfte sich vom sechsten Startplatz aus zuerst an Wolfgang Zechner und Michel Winkler vorbei. Mit einem fulminanten Überholmanöver in der Fahrerlagerkurve kassierte er zugleich Max Speckmaier und den Schweizer Mike Wehrli und lag somit auf dem zweiten Platz. In der 7. Runde holte er auch den führenden Gaitzenauer ein und setzte sich an die Spitze. Steffny gewinnt schlussendlich vor Michael Winkler, Max Speckmaier und Geri Gaitzenauer. Die Rookie Wertung holt sich Matthias Heinemann vor Tim Majer und Paul Neumayer.

Histo Cup bis 2500cc – Rennen 1:

Das erste Rennen der historischen Renntourenwagen bis 2500cc gewinnt der Niederösterreicher Martin Sahl, Ford Escort BDA vor Albert Gallersdörfer, Opel Kadett und dem sehr gut aufgelegten Evergreen Karl Böhringer, Holbay Escort.

Die Klasse K bis 1000cc gewinnt Thomas Kaiser, Mini Cooper vor Bernhard Deutsch und Christoph Karl, beide Steyr Puch 650TR. Bis 1600cc siegte Christoph Schober, Renault Alpine. Die Klasse K bis 2000cc gewinnt Martin Sahl vor Stefan Fuhrmann, BMW 320. Bei den Spezialtourenwagen bis 1600ccm siegte Thomas Lehner. Die Klasse STW bis 2000ccm gewinnt Albert Gallersdörfer vor Johann Retschitzegger, Audi 80 Coupé und Peter Pöschl, Ford Escort RS 2000. Die Kategorie STW bis 2500cc gewinnt Karl Böhringer vor Guido Kiesselbach, BMW 2002 16-V und Herbert Schlauch, BMW 320-6.

Histo Cup über 2500cc – Rennen 1:

Anfangs führte der Deutsche Alexander Lienau mit seinem mächtigen Mc Laren V8 Sportwagen, doch er musste den Wagen in der vorletzten Runde an der Box abstellen. Somit gewann der Schweizer Roger Bolliger mit dem Pontiac Trans AM vor Paul Koppenwallner, Chevron B16 und Georg Steffny, BMW 320 Gruppe 5.

Die Klasse K bis 4000cc gewinnt Frank Kawalek vor dem Niederösterreicher Franz Irxenmayr, beide Porsche 911RS und Peter Dubsky, Jaguar D-Type. Die Klasse K über 4000ccm gewinnt Amanda Hennessy, Chevrolet Corvette vor Max Hug, Chevrolet Camaro. Die Klasse STW bis 4000cc gewinnt Georg Steffny vor Christian Neunemann, Porsche 911RS. STW über 4000cc gewinnt Roger Bolliger vor Markus Bereuter und Gerhard Jörg, beider Chevrolet Camaro.

Formel  Historic – Rennen 1:

Das Rennen der historischen Formelfahrzeuge war eine klare Sache für Franz Guggemos, March Formel 2 vor Roland Wiltschegg, Chevron B39 Formel Atlantic und Walter Skopik,  Reynard Opel Lotus.

Die Kategorie der Formel Ford 1600 gewinnt der Schwede Peter Sikström vor Ewald Lokaj, beide
Van Diemen und Jürgen Ludwig, Lotus 51/3. Die Formel 3 holt sich Wolfgang Dietmann vor Richard Grafinger und Peter Peckary, alle Ralt Formel 3. Die Sportwagen gewinnt Artur Bruckner, Lotus 23 vor Klaus Jürgen Welcker und Markus Deutsch, beide Lola 492.

Young Timer bis 3000cc – Rennen 1:

Das Rennen gewinnt Klaus Rath, Seat Leon vor Andreas Rehwald, BMW M3 E 36 und Vincenzo Cencini, BMW 320 SI.

Die Klasse der Tourenwagen bis 1600cc gewinnt der Salzburger Herbert Leitner mit seinem Toyota Corolla vor Alexander Gallner, Toyota MR2 und Steffen Großmann Ford Puma. Die Klasse bis 2000ccm holt sich Andreas Mairzedt, Honda Civic Markus Reitbauer, VW Golf GTI und Dominik Klima, Mazda MX3. Die Klasse bis 2500ccm gewinnt Harald Damaschke vor Markus Landlinger und Markus Kalkert, alle BMW 325. Bis 3000cc gewinnt Klaus Rath vor Andreas Rehwald und dem Oberösterreicher Wolfgang Schachinger, Ford Sierra Cosworth.
Die Tourenwagen Open holt sich der Schweizer Vincenzo Cencini, BMW 320SI vor Philipp Kluckner und Michael Zasche, beide Mini Cooper Works.

Young Timer über 3000cc – Rennen 1:

Das Rennen gewinnt Wolfgang Triller, Porsche 997 vor Stephan Jocher, Porsche 996 GT3 RS und Kurt Gföhler, BMW V8.

Die Klasse bis 3500ccm holt sich Wolfgang Fischer, BMW M3 E36 vor Alexander Ofner BMW M3 E46, bis 4000cc gewinnt Stephan Jocher vor Michael Fischer, BMW M3 und Bruno Wehrli, BMW M5. Die Klasse über 4000ccm holt sich Kurt Gföhler vor Stefan Fuhrmann, BMW V8 Star und Frank Riedel, Chevrolet Delago.
Die Tourenwagen Open gewinnt Wolfgang Triller, Porsche 997 vor Michael Hollerweger, BMW 235 Cup und Martin Niedertscheider, Ginetta G50.

Nach der Mittagspause präsentierten sich die NSU Freunde bei einem Autocorso. An die 60 NSU Fahrzeuge wurden von den vielen Fans auf der Tribüne begrüßt.

BMW 325 Challenge – Rennen 2:

Eine Gewitterwolke veranlasste die Rennleitung „Wet Race“ zu zeigen. Die Fahrer behielten die Nerven, es wechselte niemand auf Regenreifen und es sollte trocken bleiben.
Das Rennen gewinnt Dietmar Lackinger vor dem Südtiroler Josef Unterholzner und Michael Winkler und Jan Kasperlik. Die Rookiewertung holt sich Matthias Heinemann vor Tim Majer und Paul Neumayer. Max Speckmaier wurde bei der Nachkontrolle wegen einer nicht regelkonformen Hinterachse aus der Wertung genommen.

Histo Cup bis 2500cc – Rennen 2:

Albert Gallersdörfer, Opel Kadett GTE  holt sich den Gesamtsieg vor Stefan Fuhrmann, BMW 320-4 und Bernhard Schmidbauer, Opel Kadett GTE. Der anfangs in Führung liegende Martin Sahl musste wegen einer defekten Schwungscheibe in der fünften Runde an die Box.

Die Klasse K bis 1000ccm gewinnt wieder Thomas Kaiser, diesmal vor Bernhard und Thomas Deutsch. Bis 1600cc gewinnt der Schweizer Christian Schober, Renault Alpine. Bis 2000 gewinnt Stefan Fuhrmann. Die Klasse STW bis 1600cc gewinnt Alexander Wechselberger vor Thomas Lehner, beide Alfasud.  STW bis 2000cc gewinnt Albert Gallersdörfer vor Johann Retschitzegger und Walter Spatt/ Sebastian Langoth, VW Golf GTI. Die Klasse STW bis 2500cc holt sich diesmal Bernhard Schmidbauer, Opel Kadett vor Karl Böhringer und Guido Kiesselbach.

Histo Cup über 2500ccm – Rennen 2:

Nach dem Ausfall von Paul Koppenwallner, das Gasseil ist gerissen, gewinnt Roger Bolliger, Pontiac vor Georg Steffny, BMW 320 Gruppe 5 und Markus Bereuter, Chevrolet Corvette.

Die Klasse K bis 400cc gewinnt der Berliner Frank Kawalek vor Franz Irxenmayr, beide Porsche 911RS und Peter Dubsky. K über 4000ccm holt sich abermals Amanda Hennessy vor Max Hug. Hinter Georg Steffny wird Christian Neunemann zweiter der Klasse STW bis 4000cc. STW über 4000 gewinnt Roger Bolliger vor Markus Bereuter und Gerhard Jörg, beide Chevrolet Corvette.

Formel Historic – Rennen 2:

Das zweiter Rennen der Formelfahrzeuge gewinnt Franz Guggemos, March Formel 2 vor Roland Wiltschegg, Chevron B39 Formel Atlantic und dem Schweizer Bruno Huber, Argo Formel 3.

Die Formel Ford holt sich Peter Sikström vor Ewald Lokaj und Jürgen Ludwig. Die Formel 3 Wertung gewinnt Bruno Huber vor Richard Grafinger und Wolfgang Dietmann, beide Ralt RT 31. Die Sportwagen gewinnt Klau Jürgen Welcker vor Arthur Bruckner.

Young Timer bis 3000cc – Rennen 2:

Andreas Rehwald konnte sich im zweiten Rennen gegen Klaus Rath durchsetzen und gewinnt mit 8 Sekunden Vorsprung auf den Seat Piloten. Dritter wurde Wolfgang Schachinger, Ford Sierra Cosworth.

Die Klasse bis 1600cc gewinnt Herbert Leitner vor Alexander Gallner, beide Toyota und Steffen Großmann, Ford Puma. Bis 2000ccm gewinnt Andreas Mairzedt, Honda Civic vor Robert Warter, VW Golf GTI und Dominik Klima, Mazda MX3. Die 2V Wertung holt sich Markus Reitbauer, VW Golf vor Nina und Josef Gumpenberger, Alfa Romeo. Bis 2500 gewinnt wieder Harald Damaschke vor Markus Landlinger und Markus Kalkert, alle BMW 325.
Die Tourenwagen Open bis 3000ccm holt sich Philipp Kluckner, Mini Cooper Works vor Thomas Dätwyler, Renault Clio Cup und Michael Zasche, Mini Cooper Works.

Young Timer über 3000cc – Rennen 2:

Wolfgang Triller gewinnt wieder vor Stephan Jocher, beide Porsche vor Stefan Fuhrmann, BMW V8 Star und Kurt Gföhler, BMW V8.

Die Klasse bis 3500ccm holt sich Wolfgang Fischer vor Alexander Ofner, beide BMW M3. Bis 4000cc gewinnt Stephan Jocher vor Gerald Fischer, BMW M3 und Bruno Wehrli, BMW M5. Die Young Timer über 4000ccm holt sich Stefan Fuhrmann vor Kurt Gföhler und Frank Riedel, Chevrolet Delago.
die Tourenwagen Open über 3000cc holt sich Wolfgang Triller vor Lukas Niedertscheider, Ginetta und Michael Hollerweger, BMW 235.

Classica Trophy:

Die Classica Trophy wird mit drei Wertungsläufen in zwei Kategorien ausgetragen. Die Wertung der Solfahrer gewinnt sensationell der Salzburger Manfred Uibertsroider, BMW 2002 vor Ludwig Prunnbauer, BMW 318IS und Hois Russegger, Porsche 944. Somit wurde der Seriensieger Bernhard Zimmermann zum ersten Mal geschlagen, er bleibt jedoch in der Gesamtwertung in Führung.

Die Kategorie der Teamfahrer holen sich Herbert Margreiter / Konnie Aistleitner, ‚Alfa Romeo Spider vor Wilfried Lind / Wolfgang Ringwald, Porsche 944 vor  Joachim und Sabine Hofstadler, Porsche 914. Die routinierten Salzburger Margreiter und Aistleitner liegen in der Gesamt-Teamwertung weiterhin in Führung.

Ein tolles Rennwochenende mit großem Wetterglück, tollen und spannenden Rennen und keinen Unfällen ging Sonntag pünktlich um 18.00 Uhr zu Ende.

Das nächste Histo Cup Rennen steigt von 13. bis 15. Juni in Hockenheim.