Bericht Histo Cup Saisonauftakt am Red Bull Ring

Zum Saisonauftakt der zwanzigsten Saison rief der Histo Cup seine Protagonisten und viele kamen. Dass nicht alle am Red Bull Ring starten konnten, hatte gleich mehrere Ursachen. So waren viele Autos schlichtweg noch nicht fertig. Einige starteten bei anderen Veranstaltungen und so trafen sich „lediglich“ 215 Renner zum ersten Stelldichein. Aufgepeppt wurde die Veranstaltung allerdings durch die erstmalige Kooperation mit der Artbauer Trophy womit für die nötige Kurzweil für die vielen Zuschauer gesorgt war.

BMW 325 Challenge

Die BMW-Challenge war vom Teilnehmerschwund am meisten betroffen, was angesichts der Umstände aber verwunderte. „Wir haben 28 Motoreneinheiten (Einheitsnockenwelle und Einheitskolben) verkauft“, erklärte Michael Steffny, aber es sind schlichtweg nicht alle Autos fertig geworden. Im Lauf der Saison werden das sicher mehr. Quantität hat allerdings nicht sehr viel mit Qualität zu tun. Das zeigte ein absolut spannendes erstes Rennen. Die beiden Neuzugänge beim Team Race-Performance Jakob Schober und Max Zupanic zeigten gleich im Qualifying was sie im Kartsport erlernt hatten, während gleichzeitig der Älteste im Feld, Motorsport-Urgestein Dieter-Karl Anton, die immense Erfahrung aus 50 Jahren Motorsport ins Spiel brachte. Und so standen mit Max Zupanic und Anton der jüngste und der älteste Teilnehmer in Startreihe eins. Wer den Humorlevel des Histo-Cups kennt, wunderte sich auch nicht, dass beide eine besondere Tafel in der Heckschiebe hatten. Zupanic  Beta-BMW schmückte eine L17-Tafel und am Trade-and-Service – 325er von Anton prangte ein L70 Aufkleber. Im Rennen hatte Anton gegen Youngster Schober allerdings dann keine Chance und musste sich auch noch einen fulminant fahrenden Matthias Heinemann geschlagen geben. Der Vizemeister der Saison 2016 hatte im Qualifying einen besonderen Auftritt, als sich die offenbar schlecht eingehängte rechte Tür von vorne nach hinten öffnete (!!!) und der BMW plötzlich etwa 2,7m breit war. Gratulation an den Konstrukteur des E30, denn die Tür blieb im Schloss hängen trotz Geschwindigkeiten jenseits der 180 km/h. Die Rennleitung war mit dem neuartigen Aerodynamikpaket gar nicht einverstanden und fischte Heinemann aus dem Qualifying heraus. Der musste daher das Rennen von Startplatz 13 in Angriff nehmen. Geladen wie eine Trafostation kämpfte sich der Deutsche durchs Feld und überholte 10 Konkurrenten und raste damit noch aufs Podest.

Am Sonntag hielt die Tür bereits im Training und so musste sich Heinemann nur Polesetter Zupanic geschlagen geben. Maxi enteilte auch gleich nach dem Start dem Rest der Verfolger, vor allem weil Heinemann sich mit Schober beschäftigen musste, der ihn in Runde drei überholt hatte. Dieser Kampf um Platz 2 und 3 wurde in der siebenten Runde plötzlich zum beinharten Fight um den Rennsieg, nachdem Zupanic durch einen eher unnötigen Dreher in der Rauchkurve die beiden Kontrahenten vorbei ziehen lassen musste. Schober und Heinemann lieferten sich danach einen atemberaubenden aber absolut fairen Zweikampf um den Rennsieg den schließlich Schober für sich entscheiden konnte. Dieter Karl Anton belegte abermals Platz 4, während Manfred Zaunbauer seinen Europack BMW beide Male auf Rang 5 platzierte. Für eine besondere Fußnote sorgte sonntags noch der junge Steirer Leon Unger der am Samstag noch krankheitsbedingt von Günther Leutgeb ersetzt worden war. Der 19-jährige Grundwehrdiener, stellte den 325er auf Startplatz 5, und düpierte damit nicht nur seinen Vater Leopold. Im Rennen wurde ab er auch Leon die Rauch-Kurve zum Verhängnis. Weit ins Kiesbett gerutscht gelang es dem Fürstenfelder sich wieder selbst zu befreien, kurz darauf beendete er aber sein Rennen mit Bremsdefekt in der Box.

Young Timer und Touring Car Open bis 3000cc

Bei diesen Rennen starte auch der Mini Cooper Cup Austria, dem ebenfalls einige Teilnehmer zum Saisonstart fehlten. Trotzdem schickte man ein Starterfeld von insgesamt 20 Rennfahrzeugen auf die 12-Runden Hatz. Von Start bis ins Ziel unschlagbar war der Nordschleifen Mini Cooper von Vollprofi Joachim Schirra. Der zählte reglementbedingt allerdings nicht zum Mini Cooper Cup. Dahinter brillierte der Salzburger Herbert Leitner als schnellster Youngtimer mit seinem Toyota Corolla. Neuzugang Christian Müller lieferte mit Gesamtrang 3 und einem Klassensieg eine perfekte Premiere im Mitsubishi Colt-Mirage. Matthias Jocher im Vorjahr Gesamt 3. der Mini-Bande setzte sich deutlich vor seinen direkten Konkurrenten Philipp Kluckner und Hannes Auer durch, die ihr altes Duell aus dem Vorjahr mit dem ersten Saisonrennen gleich wieder aufleben ließen. Allerdings spielte da noch mit Dominik Klima ein Youngtimer mit. Auch der Schweizer Bruno Wehrli hat die Marke gewechselt. Pilotierte er früher einen BMW M5 so brachte er diesmal einen MG ZR 160 aus dem englischen Cup an den Start und fuhr damit im gleichen Rennen wie sein Sohn Mike der mit seinem BMW zu den Young Timern gewechselt ist.

Beim zweiten Rennen am Sonntag fehlte dann Schirra womit der Rennsieg von Leitner logisch war. Trotzdem bog als erster nicht der Salzburger in Kurve eins sondern Christian Müller im Mitsubishi Colt ein. Ein fulminanter Start mit zwei Rädern im Gras aus der dritten Reihe überraschte das ganze Feld. Die Rennleitung entschied auf Frühstart und ließ Müller durch die Boxengasse fahren. Trotzdem kam Müller auf Gesamtrang 3 ins Ziel, der Klassensieg war jedoch nie gefährdet. Gesamtrang zwei belegte Matthias Jocher der damit  der restlichen Mini Gang wieder davon fuhr.

Young Timer und Touring Car Open über 3000cc

Das Rennen der Young Timer und Touring Car Open über 3000ccm brachte für etablierte Histo Cup Fans eine Überraschung. Nachdem der Champion von 2016 Josef Stadtegger krankheitsbedingt nicht starten konnte, war eigentlich Harald Pavlas im Koglbauer Porsche der erklärte Favorit, der auch prompt auf die Pole-Position fuhr. Die Freunde der Artbauer Trophy beteiligten sich ebenfalls am Rennen wodurch 38 (!) schwere Bomber ins Qualifikationstraining gingen. Platz 2 holte sich der Schweizer Robert Brändli, aber mit einer Sekunde Rückstand auf Pavlas war man bei Koglbauer noch nicht beunruhigt. Pavlas hatte allerdings im Training noch eine Kollision mit Siegfried Kuzdas, der daraufhin mit dem von Herwig Duller betreuten BMW nicht mehr starten konnte. Im Rennen zog zunächst Pavlas weg, bevor man in der Koglbauer-Box große Augen machte, als der schwer motorisierte Blaise-Camaro Achtzylinder am gelben Porsche vorbeizog und zum Sieg raste. Pavlas musste sich mit Rang 2 zufrieden geben, während Stefan Wieninger den Audi TTRS2 auf Platz 3 lenkte. Die Gebrüder Michael und Markus Fischer haben ihren Vater Gerald zumindest im Histo Cup in die „Gleitpension“ geschickt, denn sie belegten die Cockpits der BMW E46 GTR (Michael) und Z4 (Markus) während der Herr Papa den Kommandostand an der Boxenmauer übernahm. Falsch war die Entscheidung jedenfalls nicht, denn die Doppelsieg in der Klasse YT-5 und die Gesamtränge 7 und 8 hinter Roland Luger im Opel Omega konnte sich sehen lassen. Das Rennen selbst ging hinter dem Safety-Car zu Ende nachdem bei einem Scharmützel im vorderen Mittelfeld die Autos von Michael Fischer und Franz Degeorgi (Porsche GT3) ausgangs Kurve 5 aneinandergerieten, sich Degeorgi drehte und Walter Schropper mit der Dodge Viper sich für die „falsche“ Seite zum Ausweichen entschied und die Autos geborgen werden mussten

Sonntags war das Starterfeld etwas dezimiert. Auch Vortagessieger Robert Brändli konnte nicht mehr starten, wodurch die Bahn frei war für Harald Pavlas. Dem ohnehin schon überlegen führenden spielte ein etwas missglückter Safety-Car-Einsatz in die Hände als sich selbiges vor den Zweiten setzte. Damit war die ohnehin für den Koglbauer-Porsche gekochte Suppe auch schon gegessen. Dahinter allerdings lieferten sich Stefan Wieninger und Oliver Michael ein tolles Duell um Rang zwei, das erneut der Audi-Pilot für sich entscheiden konnte. Nachdem Michael Fischer kupplungsbedingt zusehen musste, lag es am jüngeren Bruder Markus die Kohlen aus dem Feuer zu holen. Das löste er elegant mit Gesamtrang vier (Klassensieg) vor Porschekutscher Patrick Hofheinz.

Historische Tourenwagen über 2.500cc

Im ersten Rennen lieferten nicht nur gewaltige Motorleistungen sondern auch Dezibel in rauen Mengen viele Duelle. Udo Rienhoff stellte seine Hertz-Cobra überlegen auf Pole-Position, gefolgt von Klaus Raths mattschwarzem Audi Quattro turbo mit 750 (!) PS. So waren beide Rennen nicht nur ein Ohren- sondern auch ein Augenschmaus für die Fans am Ring. Wieder im Anhang K unterwegs waren die beiden tschechischen Jaguar XJR-Piloten David Becvar und Jaroslav Rejka. Beide mit Titelambitionen. Wenn sie auch im Fahrerlager gerne gemeinsam auftreten, im Zweikampf Mann gegen Mann werden da alle Register gezogen. So entschied Jaroslav Rejka das Duell mit seinem Landsmann um denkbar knappe 0,041 sec für sich. Der knappe Abstand ergab sich auch daraus, dass das Feld nach einer längeren Safetycar-Phase wieder dicht beisammen lag. Auslöser war ein Abflug des Schweizers Urs Steffen, Triumph Spitfire V8 in der Remus-Kurve nach massivem Bremsversagen. Ein tolles Comeback lieferte Histo-Cup Mitbegründer Christian Schallenberg, der zeigte dass Hüftoperationen den Gasfuß nicht beeinträchtigen. Mit einem besonderen Gustostück von Auto tauchte Rennstreckenbetreiber Erich Petrakovits aus Greinbach auf. Der Steirer brachte einen von Martin Sahl gebauten wunderschönen Ford Capri an den Start. Und nachdem Schönheit alleine im Motorsport nicht zählt, war Petrakovits damit auch sehr flink unterwegs. Der Rennsieg im ersten Lauf am Samstag ging an Udo Rienhoff (Cobra) vor Wolfgang Lange im McLaren. Platz 3 holte sich Audi Pilot Klaus Rath womit die Haltbarkeit des schwarzen Monsters bewiesen war.

Im zweiten Rennen am Sonntag sah alles wieder nach einem überlegenen Sieg von Udo Rienhoff aus. Der Gastgeber des im Rahmenprogramm stattfindenden Ford Mustang Treffens lag nach einem kurzen Startscharmützel mit Frank Riedel (Delago Corvette) auch schon in Führung, als er aus der zweiten Runde plötzlich nicht mehr auftauchte. Danach folgte ein interessantes Duell zwischen Riedel und Lange (McLaren) um den Sieg, das Riedel im Endeffekt mit weniger als 9 Zehntelsekunden für sich entscheiden konnte. Rath und Petrakovits belegten erneut die Ränge 3 und 4, dahinter positionierte sich David Becvar, der am Sonntag eindeutig der schnellere Jaguar Pilot war. Interessant auch der Zweikampf in der Klasse Anhang K6 bei dem sich der amtierende Anhang K Champion Alfred Weissengruber im BMW 635csi mit dem Vorarlberger Dieter Schwarz (Morgan Plus8 lightweight) gewaltig abmühen musste.

Historische Tourenwagen bis 2500cc

Bei den historischen Tourenwagen bis 2.500ccm gab der Meister von 2014 ein Comeback. Robert Edenhofer stellte den BMW touring 2002 überlegen auf die Pole-Position. Mit ihm sollte Toni Schell aus der ersten Reihe ins erste Rennen gehen, doch die Technik ließ den Bayern einmal mehr im Stich. So zog Edenhofer im Rennen der Konkurrenz auf und davon bis sein Differential nicht mehr mitspielen wollte. Dadurch kam es zu einem tollen Zweikampf um den Rennsieg zwischen Johann Retschitzegger im blauen Audi 80 Coupe gegen Newcomer Manfred Pledl der einen ebenfalls von Martin Sahl aufgebauten Ford Escort Mark im legendären Wooding Design lenkte. „Johann fährt in der STW ich im Anhang K. Vielleicht wäre es mit Gewalt gegangen, aber im Hinblick darauf, dass mir Retschitzegger keine Punkte wegnimmt, ich eigentlich erst in einer Lernphase bin was das Auto anbelangt und schon in zwei Wochen die nächsten Rennen in Brünn stattfinden, wollte ich nicht zu viel riskieren“, erklärte der Salzburger Pledl den Rennausgang. Für Retschitzegger war es der erste Rennsieg, entsprechend wurde danach bei den Oberösterreichern gefeiert. Man of the Race war aber Peter Pöschl, der eigentlich aus der dritten Reihe starten sollte, aber bereits am Vorstart ein kleines technisches Problem hatte. Ein rascher Stopp beim Team rund um den Schweizer Robert Dubler konnte zwar das Problem beheben, Pöschl musste allerdings das Rennen aus der Box in Angriff nehmen. Der Wahlwiener zeigte sich aber alles andere als demoralisiert und lieferte eine fulminante Aufholjagd in seinem Ford Escort Mark II. Gesamtrang 6 schaute dabei als Lohn für die Mühen heraus. Im Kampf der Zwerge fehlte Puch 650 Pilot Bernhard Deutsch bereits am Start. Eine neue Kurbelwelle sollte den Zweizylinder zu Bombenleistungen führen, was sich auch bestätigte, allerdings nicht im Sinne des Erfinders. Denn die Bombe ging schon bei der Fahrt zum Vorstart hoch. So kam es auf der Strecke zum Zweikampf Christian Bernard (BMW 700 RS) gegen Thomas Kaiser (Mini 1000), den überraschenderweise der BMW-Pilot für sich entscheiden konnte. Der Grund für die Überraschung fand sich leider im Anschluss als bei Kaisers Mini ein arbeitsunwilliger vierter Zylinder festgestellt wurde. STW-Titelverteidiger Alexander Wechselberger lenkte seinen Alfa auf Gesamtrang 3 vor dem Schweizer Thomas Dätwyler.

Am Sonntag trat Edenhofer mit einem Ersatzdifferential an und holte nochmals die Pole-Position, schnellste Runde und Rennsieg. Doch so klar wie sie sich liest war die Sache keineswegs. Einige Male konnte Johann Retschitzegger gefährlich auf den BMW aufschließen, dessen Pilot durch die andere Übersetzung mit den Schaltpunkten nicht immer klar kam. Manfred Pledl belegte als bestes Auto der Anhang K Wertung Rang 3. Dahinter ging es heiß zu Sache. In einem spannenden Dreikampf schenkten sich Marcel Langoth, Alexander Wechselberger und Peter Pöschl absolut nichts. Dass man in dieser Reihenfolge ins Ziel kam, lag zuletzt daran, dass der noch nicht 17-jährige Langoth in der letzten Runde Pöschl in der Rindtkurve ganz leicht am Heck touchierte und den Ford Piloten so in einen Dreher zwang. Der Groll Pöschls hielt sich danach in Grenzen, nach einem kurzen Gespräch entschuldigte sich der jüngste Pilot des gesamten Fahrerlagers. Es bleibt zu hoffen, dass ihm ein ähnliches Missgeschick bei der anstehenden Führerscheinprüfung nicht passiert.

Formel Historic

Die Formel Historic überraschte mit einem großen Starterfeld und einer enorm gewachsenen Formel Ford 1600 Schar. Diese legendäre Klasse brachte gleich 8 Autos an den Start und erinnerte damit an die glanzvollen 1980er Jahre. Die Qualifikation entschied der Italiener Sergio Savoca. Martini Formel 3 für sich, zur Überraschung der technisch begünstigten Formel Libre-Piloten. Im Rennen selbst kämpfte der Italiener zunehmend mit technischen Problemen und konnte Rennsieger Walter Vorreiter (Formel Libre) nicht hinter sich halten. In Runde 10 rollte der Italiener mit seinem Martini MK45 aus, doch weil das Auto von Newcomer Valentin Pepert an sehr gefährlicher Stelle stand und Rennleiter Harald Lehner speziell bei den Formelboliden große Vorsicht  walten lässt, wurde genau da das Rennen mit der roten Flagge abgebrochen. Damit wurde der Stand von Runde 9 gewertet und da war Savoca noch auf Rang 2 vor dem Schweizer Bruno Huber gelegen. Einen optischen Augenschmaus brachte der Niederösterreicher Franz Altmann an den Start. Ein Lola Formel 3000 Chassis mit einem Alfa Romeo Triebwerk. Allerdings war es für Altmann die Jungfernfahrt mit diesem Auto und Franz behandelte das Auto, auch im Hinblick auf die immensen Kosten des Fahrzeuges, zärtlich wie eine Jungfrau. Ganz anders geigte Philipp Thiel mit seinem Van Diemen Formel Ford 1600 auf. Er düpierte das restliche Formel Ford 1600 Feld regelrecht, kämpfte gegen die F3-Renner und besiegte so nebenbei auch noch  die beiden 2-Liter Formel Ford von Evita Stadler und George Komaretho die in dieser Reihenfolge auf den Gesamträngen 10 und 11 hinter Thiel ins Ziel fuhren. Weiter hinten im Feld war allerdings „Geschwaderflug“ angesagt und damit sorgte man beim Publikum für entsprechende Begeisterung.

Im zweiten Rennen überließ Sergio Savoca den F3 seinem Vater der im Qualifying Rang 6 holte, damit aber nicht zufrieden war und daher seinen Sohn bat das Rennen zu fahren. Die Rennleitung stimmte dem zwar zu, verbannte Savoca jun. allerdings auf den letzten Startplatz. Aus der Pole-Position startete Vortagessieger Walter Vorreiter, neben ihm Bruno Huber. Der konnte am Start weder Vorreiter noch den hinter ihm wegfahrenden Karl Neumayer (Formel Libre) halten. Auch Wolfgang Dietmann ging am Schweizer vorbei. Doch die Defekthexe griff ins Renngeschehen ein, was nicht nur Wolfgang Dietmann zum Rennsieg verhalf, sondern auch einem grandios fahrenden Sergio Savoca zu Gesamtrang 2,  wohlgemerkt von Startplatz 23 kommend. Sowohl der überlegen führende Walter Vorreiter als auch einige Runden zuvor Karl Neumayer schafften es nicht über die Distanz. Huber wurde erneut Dritter. Dahinter gab es einen tollen Zweikampf zwischen Franz Altmann im Lola Fromel 3000 gegen Gerd Reinprecht im 1600er Martini Formel 3, den schließlich Reinprecht für sich entscheiden konnte. Phillipp Thiel als Gesamtsiebenter demolierte wieder seine direkten FF 1600 Konkurrenten und besiegte dabei auch die FF2000 Cracks, die diesmal in der Reihenfolge George Komaretho vor Evita Stadler ins Ziel kamen. Peter Peckary siegte auch am Sonntag bei den  Sportscars, wie auch Roman Pöllinger erneut die Formel Renault gewann.

Ravenol 1 Stunden Teamrace

Das Ravenol 1 Stunden Rennen fand unter Beteiligung der Starter der Artbauer-Trophy statt. Wo sonst sieht man einen Jaguar E-Type im selben Rennen wie einen KTM X-Bow? Eigentlich galt der Koglbauer-Porsche von Harald Pavlas und Dieter Svepes als der große Favorit, auch wenn zunächst Robert Brändli mit dem Blaise-Camaro den Ton im Rennen angab. Allerdings war klar dass sein Partner   Alfons Riedweg (Corvette GT3) das hohe Tempo nicht würde halten können. Doch ein Reifenschaden zwang die Koglbauer-Truppe zu einem zweiten Boxenhalt und damit war der Weg für den alleinfahrenden Stefan Ertl frei. Dieter Svepes knallte zwar eine Rekordrunde nach der anderen in den doch sehr kühlen steirischen Asphalt, letztendlich fehlten jedoch etwa 9,5 Sekunden auf den obersten Podestplatz. Rang 3 holten sensationell Vater Gerald (manchmal darf er doch noch fahren) und Sohn Markus Fischer im BMW Z4. Brändli und Riedweg belegten Platz 4 vor dem Salzburger Norbert Greger im BMW E36 GTR. Bester X-Bow war mit Platz 6 Franz Lahmer direkt vor dem Duo Ernst Kirchmayer/“Kottan“. Auf Platz 8 fand sich mit Petr Fulin der beste Skoda Octavia Pilot vor dem Seat Leon von Meisinger/Benndorf und dem BMW von Michael Fischer/Roland Ottillinger.

Classica Trophy

Die Wertungen der Classica Trophy entschied in der Einzelwertung Matthäus Russegger für sich. Den Porsche Piloten begleiteten Ralf Schatzl (BMW 325) und Astrid Witzany (Ford Mustang) aufs Podest. In der Teamwertung siegten die regierenden Meister Herbert Margreiter/Konnie Aistleitner vor dem Duo Manfred Engl/Auguste Poller (beide Teams auf Alfa Romeo). Rang 3 holte Ehepaar Joachim und Sabine Hofstadler im Porsche 914/4.

Bereits am 6. und 7. Mai gastiert der Histo-Cup im Automotodrom Brno, wo erneut alle Klassen und auch die KTM X-Bow Battle die Motoren zünden werden.

Zeitpläne und Anreiseinfos sind unter www.histocup.com zu finden.

Text: Georg Gruber „the Voice“