Bericht Mozartpreis Salzburgring

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Histo Cup – Briten, Brände und Bremszonen

Der Histo-Cup Austria traf sich zum dritten Saisonlauf auf dem Salzburgring um den Mozartpreis. War der freitägliche Testtag noch sommerlich heiß, kühlte es am Samstag und Sonntag ein wenig ab, jedoch blieb der prognostizierte Regen aus. Damit waren perfekte Rennbedingungen geschaffen, auch wenn die Zuschauer nicht auf eine Jacke verzichten konnten.

BMW 325 Challenge

Der 17-jährige Max Zupanic stellte seinen BETA-BMW erneut auf den ersten Startplatz vor Matthias Heinemann und Jakob Schober. Da der Histo-Cup am Salzburgring alle Rennen unter gelb bis zur ersten, engen Schikane startet, schien Maxi Zupanic im Hinblick auf seine Überlegenheit wie der sichere Sieger. Ohne jede Feindeinwirkung drehte sich der junge Steirer ausgangs der Schikane hinaus und warf einen sicher scheinenden Rennsieg weg. Auch Leopold Unger folgte seinem jungen Landsmann an der exakt gleichen Stelle, konnte allerdings nicht mehr weiterfahren. Wegen Ungers Auto schickte Rennleiter Harald Lehner das Safety-Car auf die Strecke, wodurch Zupanic seinen großen Rückstand aufholen konnte. Als die Ampel wieder auf Grün schaltete führte Heinemann im BAR-BMW das Feld in Richtung Nocksteinkehre und Zupanic machte den nächsten folgenschweren Fehler, indem er schon vor der Start-Linie einen Konkurrenten überholte. Heinemann kam sofort unter Druck von Jakob Schober und zwei Runden später fand der Student aus Altenmarkt im Pongau einen Weg vorbei am Passauer Geschäftsführer um dem Publikum auch in Salzburg die gleichen Szenen zu liefern wie schon am Red Bull Ring und in Brünn. Ein spannendes Match um den Sieg bis zur Zielflagge, das erneut Schober im AMTEQ-BMW für sich entscheiden konnte. Zu den ersten Gratulanten zählte übrigens auch Walter Lechner, der seinen Schützling genau beobachtete. Zupanic arbeitete sich wieder durchs Feld bis auf Rang 3 vor, musste aber wegen seines Manövers beim Restart nach dem Rennen noch in die Rennleitung. Dort fasste er eine Zeitstrafe aus, wodurch er auf Rang 7 landete. Für die Meisterschaft, die sich zu einem Dreikampf Schober – Zupanic – Heinemann entwickelt nicht so günstig, trotzdem konnte Max die Strafe mit einem blauen Auge leicht verschmerzen. Denn für das zweite Rennen werden die ersten Acht in gestürzter Reihenfolge aufgestellt und damit stand der HTL-Schüler wieder in der ersten Reihe neben Karl Heinz Ruhrberg.

Der Deutsche konnte sich im zweiten Rennen dann auch nicht wirklich lange gegen den Youngster wehren, wodurch der mit deutlichem Vorsprung das Rennen gewinnen konnte. Dahinter allerdings spielte es sich ab. Heinemann und Schober mussten von P7 und 8 starten und machten sich daran das Feld von hinten aufzurollen. Schober kam jedoch in der Nocksteinkehre dem Simon Brenner zu nahe (der hatte allerdings keine Chance mehr auszuweichen) und fand sich plötzlich im Rallye-Cross Förderprogramm – sprich dem Kiesbeet –  wieder. Geschickt konnte der Vortagessieger sich aus der Kiesgrube befreien, und dann ging die Post ab. Heinemann, bereits auf Rang 4 vorgestoßen, musste aufgeben, da er die Stärke seines Fahrstils offensichtlich zu sehr auf seinen Schalthebel wirken ließ, wodurch dieser abbrach. Schober – angefeuert von der ganzen Familie und vor heimischem Publikum – drehte auf und kämpfte sich relativ rasch wieder auf Platz 3 nach vor. Danach folgte ein rundenlanger, toller und immer fairer Zweikampf mit Manfred Zaunbauer im EUROPACK – BMW. Der Welser Unternehmer musste sich schließlich dem Jungtalent beugen. Somit wurde Schober als Zweiter hinter Max Zupanic abgewunken. Zaunbauer schaffte es wie schon in Rennen eins wieder auf den dtitten Platz. Nicht von schlechten Eltern war auch der Gastauftritt von Robert Brändli im race-performance VIP-Car. Der Schweizer Camaro-Pilot musste sich erst an die, für seine Verhältnisse, untermotorisierten Fahrzeuge gewöhnen, fuhr aber in Rennen 2 bereits auf Rang 4, nachdem er im ersten Rennlauf als 6. gewertet worden war.

Mini Cooper Cup Austria

Die Minis werden wieder mehr und starteten in beiden Rennen ca. 20 sec hinter den  BMW 325. Durch das Safety-Car im ersten Rennlauf schob sich jedoch das Feld zusammen und so konnte das zahlreiche Publikum ein gemischtes Rennen erleben.  Matthias Jocher, der in Brünn ja nicht gestartet war, lieferte ein perfektes Wochenende ab, mit Pole-Position, 2x schnellster Runde und zwei Start-Ziel Siegen dokumentierte er sein Ziel in der Meisterschaft. Hannes Auer fuhr erneut beide Male auf Rang zwei, womit er heuer in allen sechs Rennläufen immer als Zweiter am Podest stand. Stephan Jocher – Vater von Matthias – raste am Samstag bei einem Gastauftritt auf Rang 3. Beim Rennen am Sonntag musste der Bayer zusehen, weil ausgerechnet sein Sohn seinen Mini beim Stundenrennen mit Vehemenz in die Leitplanke gelenkt hatte. Somit war im zweiten Rennen der Weg für Peter Hinderer frei, den dritten Podestplatz einzunehmen.

Histo-Cup über 2500ccm

Im Qualifying der großen historischen Tourenwagen raste Roger Bolliger mit seinem Trans-Am auf die Pole-Position, bevor er sein Auto mit Rauchzeichen auch schon abstellen musste. Der Schaden konnte repariert werden und so stand einem Rennstart des Schweizers nichts im Weg. Mit ihm startete aus der ersten Reihe Wolfgang Lange im McLaren verfolgt von Frank Riedel und Markus Bereuter, der auch mit technischen Problemen zu kämpfen hatte. In der zweiten Runde sorgte dann Bolliger für eine der größten Schrecksekunden in der jüngeren Geschichte des Histo-Cups. Mit etwa 280 km/h raste das V8-Monster Eingangs der Fahrerlagerkurve gerade aus und schlug so heftig in die Reifenstapel ein, dass links vorne nicht viel davon übrig blieb. Bolliger musste, oder besser konnte, rechts aussteigen und das nicht zu früh, denn sein Bolide fing danach Feuer. Das Rennen musste unterbrochen werden um die Bergungsarbeiten  durchzuführen. Der Schweizer selbst erlitt keine Verletzungen, obwohl er durch die Wucht des Aufpralls sogar sein Lenkrad verbogen hatte. Nach dem Restart war die Luft irgendwie ein bisschen draußen. Wolfgang Lange der Augenzeuge des heftigen Abflugs seines Freundes geworden war, ließ Frank Riedel relativ leicht passieren und fuhr das Rennen auf Rang 2 nach Hause. Dritter wurde Klaus Rath im schwarzen Audi Urquattro, der das Tempo der Spitze nicht gehen konnte, aber Erwin Warislowich, Anton Stoiber und Erich Petrakovits deutlich hinter sich lassen konnte. Marcus Bereuter erlitt schon beim Start einen Schaden bei der Differentialaufhängung, lud das Auto auf, fuhr heim nach Bayern um zu reparieren und am nächsten Renntag wieder dabei zu sein.

Da musste Bereuter allerdings von ganz hinten wegfahren, während Vortagessieger Frank Riedel mit seiner Delago Corvette das Feld in Richtung erster Schikane führte, verfolgt von Wolfgang Lange und Klaus Rath. Aber schon nach 2 Runden musste Riedel die immer heftiger rauchende Corvette abstellen, womit der Weg für Wolfgang Lange frei war. Marcus Bereuters Corvette lief endlich wie am Schnürchen, war sogar das schnellste Auto im Feld, doch als Bereuter endlich auf Platz 2 lag und sich anschickte Wolfgang Lange einzuholen, erlitt er einen Reifenschaden.  Auch Klaus Rath´s Audi musste mit einem defekten Zündkabel abgestellt werden und somit fuhr Erwin Warislowich im orangen Bierbaum Gruppe 5 BMW auf Platz zwei. Mit einer sensationellen Fahrt kämpfte sich der Linzer Alfred Weißengruber auf Rang 3 noch an Capri-Pilot Erich Petrakovits vorbei. Platz 5 ging an den Tschechen Jaroslav Rejka im Jaguar XJRS.

Young Timer und Tourenwagen Open über 3000 ccm

Robert Brändli stellte seine Blaise-Camaro auf Startplatz 1, verfolgt von Oliver Michael (Porsche 911 GT3) und Ernst Kirchmayer, der mit seinem Plus City KTM X-Bow für eine beunruhigende Szene sorgte. Kirchmayers KTM hatte Feuer gefangen und der Unternehmer hielt seinen Renner in der Boxeneinfahrt beim dortigen Streckenposten an. Der aber staunte nicht schlecht als sein aktuell geprüfter und plombierter Feuerlöscher den Dienst verweigerte.  Es dauerte dann einige Sekunden bis ein anderer Feuerlöscher zur Stelle war, die Ernst Kirchmayer – aber auch dem in diesem Moment hilflosen Streckenposten – sicher wie Stunden vorgekommen sind. Da auch beim Unfall von Roger Bolliger zwei von sechs Feuerlöschern (alle geprüft und plombiert!) nicht funktionierten, sah man von Seiten des Salzburgrings als Kunde so dringenden Gesprächsbedarf mit der zuständigen Firma, dass noch am Samstagabend ein Vertreter am Ring eintraf. Kirchmayer musste sein Rennen dann mit einem schwächeren Ersatz KTM antreten, neben ihm stand in Reihe 2 Alexander Lienau im Aston Martin GT3. Lienau konnte das Rennen aber gewinnen, nachdem er Kirchmayer und Michael überholt hatte. Robert Brändli wurde im Verlauf des Rennens immer mehr von einem Kupplungsproblem geplagt, wodurch er sich Lienau im Ziel um weniger als 7 Zehntel geschlagen geben musste. Dabei krachte es noch in der letzen Schikane vor der Zielflagge, als Lienau das Überrundungsmanöver gegen Norbert Vögele nicht ganz gelang und er den Tiroler Audi ins Kiesbett schubste. Oliver Michael belegte Rang 3 vor dem schnellsten Young Timerpiloten Stephan Jocher, diesmal in einem Porsche 996.

Rennen Nummer zwei war dann stark dezimiert, da insbesondere das Stundenrennen in diesem Feld viele Opfer forderte. Oliver Michael konnte sich gleich nach dem Start die Führung sichern, die er bis zum Ende nicht mehr hergab. Weil Roland Luger allerdings in der ersten Runde Teile seines Opel Omega DTM verlor, musste das Safety-Car das Rennen für 2 Runden neutralisieren. Danach sah man eine tolle Fahrt von Kurt Gföhler, der aber leider als Folge einer Kettenreaktion, die durch ein offensichtliches Schaltproblem von Roland Luger ausgelöst wurde, Alexander Lienau ins Out bugsierte – exakt dort wo am Vortag  Lienau Vögele getroffen hatte. Mit seinem leicht beschädigten V8-Star Omega raste Gföhler trotzdem noch auf Platz 2 vor Anton Werner im Porsche 996. Roland Luger rettete noch Rang 4 vor Johannes Walchner im Porsche 997.

Histo-Cup bis 2500 ccm

War in Brünn erstmals ein Chinese im Histo-Cup (bei den Young Timern) an den Start gegangen, bekam der HCA diesmal den Ritterschlag in Form von drei britischen Ford Escorts, welche die historische Szene in der Alpenrepublik erforschen wollten. Die Familie Sean (Vater), Robert und Daniel (Söhne) Brown brachten drei perfekte und wunderschöne Ford Escort BDA nach Salzburg. Daniel Brown ist fundierten Kennern der GT und Langstreckenszene ein Begriff und zeigte auch gleich seine Klasse. Die Pole-Position mit 2,4 sec. Vorsprung auf Toni Schell (ebenfalls Ford Escort) ließ die Qualitäten des Engländers und seines Fahrzeuges erahnen. Bruder Robert startete von Position 3 neben Robert Edenhofer und Vater Sean Brown holte im Qualifying Rang 5. Das Rennen lieferte den Briten Heimspielbedingungen. In der Nacht hatte es geregnet und so war die Strecke stellenweise noch feucht, manchmal sogar noch nass. Wer das britische Klima kennt, kennt sich aus. Ruck Zuck kämpften sich die Brown-Brüder weg vom Feld und fuhren auch dem Herren Papa davon. Der wiederum konnte Toni Schell niederkämpfen, profitierte vom Ausfall Edenhofers und stand damit gemeinsam mit seinen Jungs am Podest. Überhaupt war es das Rennen der Ford Escort, belegten doch mit Toni Schell und Manfred Pledl zwei weitere Ford Escort die Ränge 4 und 5. Erst mit Johann Retschitzeggers Audi und Michael Steffnys BMW fanden sich andere Fabrikante auf den Rängen sechs und sieben.

In Rennen Nummer zwei starteten damit die Browns von den ersten drei Startplätzen. Doch im Trockenen bei Sonnenschein war Toni Schell offenbar wesentlich besser gelaunt und konnte Robert und Sean Brown überholen und damit auf Rang 2 fahren. Gegen den überragenden Daniel Brown war kein Kraut gewachsen. Marcel Langoth, der sich im ersten Rennen nach einem Dreher durch das ganze Feld mühen musste, belegte mit seinem Golf GTI Platz 5 noch vor Manfred Pledl. Hans  Retschitzegger musste mit Reifenschaden aufgeben.

Formel Historic

Im Gegensatz zu den ersten beiden Veranstaltungen war das Starterfeld diesmal schwach besetzt. Einerseits war dies mit der Massenkollision in Brünn zuzuschreiben, andererseits zogen es einige Starter vor ihre Fahrzeuge lieber bei der Oldtimermesse in Tulln in einer Halle zu parken. So gingen nur 11 Autos ins Qualifikationstraining, das der Oberösterreicher Markus Haider für sich entscheiden konnte. Platz 2 holte sich der Schweizer Bruno Huber (ARGO F3) vor Walter Hoffmann (Dallara F3). Philipp Thiel im FF1600 zeigte erneut eine Spitzenleistung und stellte seinen Van Diemen auf P4. Im Rennen musste schon nach wenigen Augenblicken Polesetter Haider die Konkurrenz ziehen lassen um mit einem irreparablen Defekt das Wochenende zu beenden. Damit stand einem Sieg des 75-jährigen Bruno Huber nichts im Weg, speziell nachdem er Walter Hoffmann abschütteln konnte. Philipp Thiel konnte zwar den Formel 3 Rennern nicht folgen, lenkte seinen Formel Ford aber auf Rang 3 noch vor Roman Pöllinger (Formel Renault) und Rainer Rosenberg FF1600.

Im zweiten Rennen konnte sich Huber wieder von Hoffmann lösen jedoch dahinter ließ sich Pöllinger von Thiel nicht mehr so leicht abschütteln und so brachten die beiden Leben in das etwas unterbesetzte Rennen. Unzählige Überholmanöver zwischen den beiden – immer im fairen Bereich – sorgten somit doch noch für Unterhaltung. Am Ende rettete sich Thiel mit 1,6 sec Vorsprung auf Pöllinger erneut auf Rang 3 ins Ziel. Fünfter wurde Jürgen Ludwig im Lotus 51 Formel Ford.

Young Timer und TCO bis 3000ccm

Andreas Rehwald (YT-Champion von 2014) hatte die ersten beiden Rennen ausgelassen, um dafür am Salzburgring ganz stark in die Saison zu starten. Pole vor Mäx Karlinger und Michael Zasche (beide Mini Cooper TCO). Christian Müller stellte seinen Mitsubishi Colt Mirage auf Startplatz 4. Als das Rennen los ging konnte sich Rehwald sofort vom Feld lösen und fuhr einen sicheren Sieg nach Hause. Dahinter allerdings spielte es sich ab. Herbert Leitner von Startplatz 9 kommend war sehr bald bei der Kampfgruppe um Karlinger,  Zasche und Müller, womit die beiden Mini-Piloten gegen zwei japanische Fabrikate zu kämpfen hatten. Viele Positionswechsel ständige Ausbremsversuche vor allem vor der Schikane nach der Startgeraden machten das Rennen zu einem absoluten Leckerbissen. Irgendwann konnte Müller das Tempo der anderen drei nicht gehen und so belegten Karlinger, Leitner und Zasche die Ränge 2, 3 und 4. Auch weiter hinten im Feld gab es tolle Kämpfe beispielsweise zwischen Gabriel Scherdi (BMW 325), Helmut Landherr, Wolfgang Bauer (beide Renault Clio) und Peter Weymann (BMW 325) um die Ränge 11 bis 14.

Im zweiten Rennlauf ließ Rehwald wieder nichts anbrennen und fuhr den Streithähnen hinter ihm auf und davon. Es sah auch so aus als würde sich Leitner von den Minis lösen können, doch nach einem Ausflug in den Notausgang waren Karlinger und Zasche wieder am Salzburger dran. Leitner konnte sich dann ganz knapp vor Zasche und Karlinger durchsetzen. Rang fünf ging an den Südtiroler Manuel Weger (Mini,TCO). Auch die Duelle Mike Wehrli (BMW325) gegen Markus Eder (Ford Fiesta) sowie Helmut Landherr gegen Bianca Kalkert (BMW325) brachten Spannung in die Zuschauerränge.

Ravenol 1h Endurance Race

Das Ravenol Stundenrennen, mittlerweile fixer Bestandteil des Histo-Cups brachte Spannung und und Überraschungen über die ganze Renndistanz. Das Team von Heinz Roth und Robert Brändli galt als einer der Favoriten genauso wie der Aston Martin von Alexander Lienau und Stephan Jocher. Diese beiden duellierten sich auch um den Sieg bis etwa 9 Minuten vor Schluss die Dodge Viper von Roth nicht mehr zubeißen wollte. Danach war in dem von zwei Safetycarphasen geschmückten Rennen der Weg frei für den Ex Werks Aston Martin und den Porsche von Stefan Jocher Wagner der sich nach einer Stunde Fahrzeit um lediglich 0,9 sec geschlagen geben musste. Rang drei erkämpfte sich sensationell der BMW Z4 Pilot Markus Fischer, der von ganz hinten hatte starten müssen. Ernst Kirchmayer, der mit seinem Ersatz KTM startete, konnte mit stumpfen Waffen nur Rang 4 erreichen. Platz 5 holte das Porsche Duo Walchner – Knabe. Im Rennen selbst gab es aber einiges an Zwischenfällen so zum Beispiel den Abflug des Kia Sephia von Piesinger und Schaffrath oder die unglückliche Kollision zwischen Siegfried Kuzdas und Gerald Fischer (beide BMW GTR). Kuzdas erlitt just in dem Moment als ihn Fischer überholte einen Reifenschaden kollidierte mit Fischer und riss so beide Autos durchs Kiesbett in die Leitschiene. Junior Michael war über den Vorfall alles andere als erfreut.

Classica Trophy

Erneut musste die Classica Trophy bei den schlechtesten Bedingungen des gesamten Wochenendes auf die Strecke, nämlich am Sonntag früh als die Strecke stellenweise noch richtig nass war. So gesehen kann man die Leistung der Gleichmäßigkeitsspezialisten sehr hoch einschätzen. In Abwesenheit von Ralf Schatzl konnte Astrid Witzany wichtige Punkte in der Meisterschaft der Einzelfahrer holen, in dem sie einen Lauf gewann und einmal Zweite wurde. In allen drei Rennläufen spielte sich in der Teamwertung das Duell zwischen den Teams Herbert Margreiter/Konnie Aistleitner sowie Joachim und Susanne Hofstadler ab. Diese beiden Teams werden sich aus heutiger Sicht auch die Teammeisterschaft untereinander ausmachen.

Der Histo-Cup gastiert von 9. – 11. Juni nach sehr langer Zeit wieder in Kroatien, wo man den rauen Asphalt im Autodrom Grobnik unter die Räder packen wird.

Weitere Infos und die gesamte Aufzeichnung der Rennen vom Livestream sind wie immer unter www.histo-cup.at zu finden.